Mehrfach schon ist sie durch Alleingänge in ihren Stellungnahmen gegenüber der Presse aufgefallen. Jetzt soll es ernst werden. Obwohl der Koalitionsvertrag vorsieht, zunächst die waffenrechtlichen Änderungen der letzten Jahre zu evaluieren, soll laut einem Bericht mehrerer Medien inzwischen ein 48seitiger Referentenentwurf aus dem Innenministerium existieren. Dieser Entwurf sieht das generelle Verbot der über 225.000 halbautomatischen Feuerwaffen in Deutschland vor, wenn diese aussehen wie "kriegsähnliche Waffen".
Das betrifft etwa halbautomatische Nachbildungen des AR 15. Zur Begründung heißt es, dass gerade dieser Waffentyp besonders anziehend für Amokläufer und Terroristen sei. Diese Feststellung ist deshalb abenteuerlich, weil vollautomatische Waffen in Deutschland bereits unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fallen und ihr Besitz schon heute ein Verbrechen ist. Der Attentäter von Halle hingegen hat für seine Taten selbstgebaute Waffen benutzt. Darüber hinaus soll künftig der Erwerb von Schreckschusswaffen und Armbrüsten erlaubnispflichtig sein. Kein Wort wurde verlautbart zu der Frage, dass kriminelle Migrantenhorden zu Silvester bereits über mehr als zu viele SRS-Waffen verfügten. Darüber hinaus werden nach dem Entwurf Erwerber von erlaubnispflichtigen Waffen verpflichtet, unabhängig von ihrem Alter ihre waffenrechtliche Eignung durch die Beibringung eines ärztlichen und psychologischen Attestes auf eigene Kosten nachzuweisen.
Insgesamt lesen sich die Pläne wie ein reiner Schaufensterantrag, der sowohl am Koalitionsvertrag als auch an der Realität vorbeigeht. Entwaffnungen der Zivilbevölkerung verhindern keine Straftaten, sie machen Opfer von Straftaten nur wehrloser.
Symptomatisch für den Inszenierungseifer von Frau Faeser ist auch der Umstand, dass die Presse den Entwurf zur Kenntnis erhalten hat, bevor dieser dem Deutschen Bundestag zugeleitet wurde. Dies ist eine Missachtung des Parlamentes. Es steht zu erwarten, dass die FDP-Fraktion letztlich einknicken wird, um den "lieben Frieden" der Ampelkoalition nicht zu gefährden. Einzig und allein die AfD-Fraktion ist der Garant dafür, dass das Waffenrecht nicht weiter verschärft wird.